Wasser des Lebens

In der Mitte dieses Feldes wurde der historische Brunnen aus barocken
Steinelementen nach vielen Jahrzehnten der Zwischenlagerung wieder aufgestellt.
Vier geschwungene Wege führen vom zentralen Bereich um den Brunnen zu den
vier Eckpunkten des Feldes. Sie entsprechen den vier Paradiesströmen (“Ein
Strom entspringt in Eden, der den Garten bewässert; dort teilt er sich und wird zu vier Hauptflüssen. Der eine heißt Pischon; er ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es Gold gibt. Das Gold jenes Landes ist gut; dort gibt es auch Bdelliumharz und Karneolsteine. Der zweite Strom heißt Gihon; er ist es, der das ganze Land Kusch umfließt. Der dritte Strom heißt Tigris; er ist es, der östlich an Assur vorbeifließt. Der vierte Strom ist der Eufrat.” Buch Genesis 2) Rund um den Brunnen sind 12 Obstbäume ausgewählter alter Sorten gepflanzt, der nach einigen Jahren den Platz um den Brunnen schattenspendend umgeben soll. In den Rasenflächen werden blau blühende und wertvolle alte Kräutersorten angebaut wie z. B. Lavendel und Ysop, Salbei, Kornblumen, Boretsch, Perovskie. Entlang der geschwungenen Wege werden nach und nach verschiedene Fruchtsträucher gepflanzt (Ribisel, Stachelbeeren, …), in Erinnerung an das Wasser des Lebens, das von der Tempelquelle entsrpingt (vgl. Buch Ezechiel 47), auch in Anspeilung an den Bepflanzungsplan des Stiftgarten aus dem Jahr 1643, in dem “2.200 Rybersperleinstauden” angeführt sind. Dieser Bereich ist der heilsgeschichtlichen Gegenwart gewidmet und soll daran erinnern, dass der Mensch heute mehr denn je berufen ist, die Schöpfung in ihrer Vielfalt zu bebauen und zu behüten (vgl. Gen 2,15). Durch die Kooperation mit dem Verein Arche Noah (Stichwort Biodiversität) kommt dies besonders zum Ausdruck.